Bund der Öffentlich bestellen Vermessungsingenieure e.V.

Katastervermessung

Unter Katastervermessung versteht man hoheitliche Vermessung, die nur von Behörden und Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren ausgeführt werden darf. Damit sind wir Organ des amtlichen Vermessungswesens. Bei der Katastervermessung werden Flurstücke gebildet, die Nutzungsrechte sowie der Gebäudebestand zu den jeweiligen Flurstücken erfasst, und Grundstücksgrenzen werden gebildet und gesichert.

Teilung

Teilungsvermessungen sind Voraussetzung, um ein Grundstück in mehreren Teilen veräußern oder vererben zu können. Durchgeführt werden dürfen Teilungsvermessungen lediglich von Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren (ÖbVI) oder durch das örtliche Katasteramt.


Im Außendienst werden zunächst die bestehenden Grundstücksgrenzen aufgesucht und anhand der im Kataster vorhandenen Vermessungsunterlagen überprüft. Anschließend werden die neuen Grenzsteine gesetzt, um die neue Grenze in der Örtlichkeit zu kennzeichnen. In einem Grenztermin werden anschließend der Eigentümer und die betroffenen Grenznachbarn über das Ergebnis der Vermessung informiert. Ihnen werden die alten und die neuen Grenzsteine gezeigt und der Verlauf der alten und neuen Grenzen erläutert. Bei diesem Termin wird eine Grenzniederschrift aufgenommen, in der die Beteiligten ihre Zustimmung zu der Vermessung durch ihre Unterschrift erklären. Der ÖbVI beurkundet die Erklärungen und beantragt beim Katasteramt die Eintragung der neuen Grenze in das Liegenschaftskataster.


Die Kosten für eine Grundstücksteilung bestimmen sich einheitlich für alle ÖbVI und Katasterämter nach der Vermessungsgebührenordnung Nordrhein-Westfalen. Sie sind abhängig von den Flächen der entstehenden Teilgrundstücke und der Länge der untersuchten alten Grenzen. Sollten Sie eine Grundstücksteilung beauftragen wollen, so ermitteln wir gerne die voraussichtlich entstehenden Kosten für Sie.